02/09/2010
Bulletin du collectionneur de septembre et des nouveautés en vente

Bulletin de septembre 2010 : "Vrai ou Faux ?".
Nouveautés en vente : un dolman des guides de la garde, une épée à une main et demie, une arquebuse militaire à mèche, une épée à branche par Angustinus KOLTER, deux moukalas, une épée d'officier bavarois, un sabre de cavalerie troupe 1822, une épée d'officier de marine 1837, plusieurs revolvers à percussion centrale


Radschlosspistole von Hans Schmidt

 

 

Ganze Länge 63 cm, Lauf 43 cm

Am Bodenstück sechskantiger Lauf, dann Plattenlauf. Wülste an der Mündung. Auf der linken Kante gibt es den Stempel von Suhl: SVL in einem Rechteck. 
 

Platine du pistolet

Die Schlossplatte ist mit Blumen und Laubwerk graviert und das Radschloss ist mit einer Laubwerkrosette geziert. Ein Schuppengewinde unterstreicht die Schlossplatte. Feder, Fuβ und Hahnkopf tragen ein Laubwerk. Abzugsbügel aus zerschnittenem Stahl. 

 

Contre-platine du pistolet

Auf der Schlossgegenplatte ist ein vom selben Motiv umgegebener Okulierschild. Der Knopf trägt eine mit feinem silbernem Geflecht umgegebene Heliotropblume. 

 

Der Bügel mit langem Schaft aus Obstbaumholz ist mit einer Spitze aus silbernen Fäden und Punktlinien inskrutiert, die einen Zierat in Form Voluten und Sterne bilden. 
Das äuβerste Ende des Schafts, der Rand des Knopfes und die Schlaufen des Ladestockes sind mit einer silbernen Volutenschnur geringelt. Ein  Ansatzstück aus Silber verstärkt das äuβerste Ende des hinteren Ladestockes aus Holz.
 

Ferlach, eine kleine Stadt auf der Grenze zwischen Österreich und Jugoslawie, besitzt eine blühende Industrie seit dem 16. Jahrhundert. Der Graf Sigmund von Ditrichstein unterstützt diese Werktätigkeit. Der Kolbenmeister Hans Schmidt, der Sohn eines Mühlesbesitzers, der um 1600 in der Gegend von Baden-Württemberg geboren ist und der in Ferlach wohnt, liefert dem Arsenal in Graz zwei hundert Musketen.
Er schafft und er ziert 1628 einen der schönsten Kolben des Kunsthistorischen Museums, der dem Erzherzog Leopold der V. von Steinmark bestimmt wurde.

Dieser Kolben illustriert den ältesten Gebrauch einer Technik, die in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts üblich wurde. Hans Schmidt stellt auch einen anderen silbernen Kolben für den Grafen von Ditrichstein her. Dieser Kolben befindet sich auch in Wien.  

 

 

Die Büchsenmacher in Ferbach unterzeichnen normalerweise ihre Werke nicht, wie es auch den Fall für viele andere schöne österreichische Waffen ist.

Der Zieratstil (silbernes Inskrutierten mit Blätter-, Sterne-, Wappen-, Locken- und Rollenmotiven) setzt fest, dass Hans Schmidt diese mit einem Lauf versorgene und aus Suhl stammende Sattelradschlosspistole um 1630 hergestellt und geziert hat.
 

 

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